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Nebensaison auf dem Campingplatz: 7 Strategien für mehr Buchungen

Wie ihr euren Campingplatz auch außerhalb der Hochsaison profitabel betreibt und neue Zielgruppen erschließt.

Campingboost-Team6 Minuten Lesezeit25. April 2026

Das Nebensaison-Problem kennt jeder Campingplatzbetreiber

Juli und August: Vollbetrieb. September bis Mai: Geisterplatz. Das Modell funktioniert – aber es verschenkt Potenzial. Ein Campingplatz, der nur 90 Tage im Jahr gut ausgelastet ist, arbeitet 275 Tage mit hohen Fixkosten gegen sich.

Die gute Nachricht: Es gibt Zielgruppen, die in der Nebensaison besonders gerne campen. Ihr müsst sie nur ansprechen.

Strategie 1: Wohnmobilisten gezielt ansprechen

Wohnmobilisten sind die ideale Nebensaison-Zielgruppe. Viele sind Rentner oder arbeiten flexibel – sie reisen das ganze Jahr über.

Was Wohnmobilisten in der Nebensaison suchen:
- Ruhige Plätze ohne Kinderlärm
- Strom- und Wasseranschluss (auch bei Kälte)
- Günstigere Preise als in der Hochsaison
- Gute WLAN-Verbindung (viele "Workamper")

Positioniert euch als "Winterstellplatz" oder "Jahresstellplatz für Wohnmobile" und erschafft entsprechende Seiteninhalte auf eurer Website.

Strategie 2: Saisonstellplätze anbieten

Einige Camper möchten ihren Wohnwagen den ganzen Sommer oder das ganze Jahr auf einem festen Platz lassen. Das bedeutet für euch:

  • Planbare, stabile Einnahmen
  • Weniger Aufwand für An- und Abreise
  • Treue Stammgäste

Überlegt, wie viele Dauerstellplätze ihr anbieten könnt, ohne die Flexibilität für Kurzbesucher zu verlieren.

Strategie 3: Spezielle Angebote für Herbst und Winter

Lockert die Nebensaison mit attraktiven Angeboten auf:

  • Herbst-Special: "3 Nächte zum Preis von 2" im Oktober/November
  • Wintercamping-Paket: Mit Sauna, Lagerfeuerholz, Glühwein-Empfang
  • Romantik-Wochenende: Für Paare ohne Kinder, ruhige Atmosphäre
  • Frühlingskamper-Rabatt: Wer früh kommt (März/April), bekommt Sonderkonditionen

Bewirbt diese Angebote aktiv auf eurer Website und in Social Media.

Strategie 4: Neue Zielgruppen erschließen

Die Hochsaison gehört Familien. Die Nebensaison könnt ihr für andere Gruppen gestalten:

Hundebesitzer: Campen mit Hund ist in der Nebensaison besonders beliebt – keine überfüllten Strände, mehr Freiheit. Positioniert euren Platz als "hundefreundlich" und kommuniziert das aktiv.

Outdoor-Enthusiasten: Mountainbiker, Wanderer, Kletterer – sie sind wetter- und saisonunabhängiger als Badefamilien. Kooperiert mit lokalen Outdoor-Anbietern.

Remote Worker: "Work and Travel" boomt. Bietet gutes WLAN, Arbeitstische und ruhige Atmosphäre an. Viele Freelancer und digitale Nomaden suchen genau das.

Gruppen und Vereine: Herbst-Wanderungen, Teambuilding, Vereinsausflüge – Gruppen buchen oft kurzfristig und außerhalb der Hauptzeit.

Strategie 5: Events schaffen Frequenz

Veranstaltungen bringen Gäste – auch wenn sie den Platz sonst nicht kennen:

  • Herbstfest mit regionalen Produkten und Musik
  • Fotografie-Workshop (Herbstlandschaft, Sterne fotografieren)
  • Yoga-Retreat-Wochenende
  • Jahresabschluss-Camping zwischen Weihnachten und Silvester
  • Wildkräuter-Spaziergang mit lokalem Experten

Kleine Events kosten wenig, aber sie füllen Stellplätze und schaffen Erinnerungen – und Stammgäste.

Strategie 6: Partnerschaften mit der Region

Kooperiert mit anderen Anbietern in eurer Region:

  • Lokale Restaurants: Pakete mit Abendessen inklusive
  • Wellnesshotels: Campinggäste können deren Spa nutzen
  • Skigebiete: Günstige Wintercamping-Pakete in Kombination mit Liftkarten
  • Weingüter: Weinwanderung + Camping-Übernachtung

Solche Pakete können sowohl direkt als auch über Kooperationspartner vermarktet werden.

Strategie 7: Emailmarketing für Stammgäste

Eure Stammgäste sind eure besten Nebensaison-Kunden. Sie kennen euch, lieben euren Platz – und buchen vielleicht wieder, wenn ihr sie zur richtigen Zeit einladet.

  • Baut eine E-Mail-Liste auf (beim Check-in um Erlaubnis fragen)
  • Schickt im Herbst einen Newsletter: "Wir haben noch freie Plätze im Oktober"
  • Bietet exklusiven Frühjahres-Rabatt für Stammgäste

Fazit: Die Nebensaison ist nicht das Problem – sie ist die Chance

Campingplätze, die nur auf die Hochsaison setzen, lassen Umsatz liegen. Mit den richtigen Zielgruppen, Angeboten und einer aktiven Kommunikation könnt ihr die Saison deutlich verlängern – und euren Jahresumsatz deutlich steigern.

Tags:NebensaisonStrategieAuslastungMarketingZielgruppen
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