Nebensaison auf dem Campingplatz: 7 Strategien für mehr Buchungen
Wie ihr euren Campingplatz auch außerhalb der Hochsaison profitabel betreibt und neue Zielgruppen erschließt.
Das Nebensaison-Problem kennt jeder Campingplatzbetreiber
Juli und August: Vollbetrieb. September bis Mai: Geisterplatz. Das Modell funktioniert – aber es verschenkt Potenzial. Ein Campingplatz, der nur 90 Tage im Jahr gut ausgelastet ist, arbeitet 275 Tage mit hohen Fixkosten gegen sich.
Die gute Nachricht: Es gibt Zielgruppen, die in der Nebensaison besonders gerne campen. Ihr müsst sie nur ansprechen.
Strategie 1: Wohnmobilisten gezielt ansprechen
Wohnmobilisten sind die ideale Nebensaison-Zielgruppe. Viele sind Rentner oder arbeiten flexibel – sie reisen das ganze Jahr über.
Was Wohnmobilisten in der Nebensaison suchen:
- Ruhige Plätze ohne Kinderlärm
- Strom- und Wasseranschluss (auch bei Kälte)
- Günstigere Preise als in der Hochsaison
- Gute WLAN-Verbindung (viele "Workamper")
Positioniert euch als "Winterstellplatz" oder "Jahresstellplatz für Wohnmobile" und erschafft entsprechende Seiteninhalte auf eurer Website.
Strategie 2: Saisonstellplätze anbieten
Einige Camper möchten ihren Wohnwagen den ganzen Sommer oder das ganze Jahr auf einem festen Platz lassen. Das bedeutet für euch:
- Planbare, stabile Einnahmen
- Weniger Aufwand für An- und Abreise
- Treue Stammgäste
Überlegt, wie viele Dauerstellplätze ihr anbieten könnt, ohne die Flexibilität für Kurzbesucher zu verlieren.
Strategie 3: Spezielle Angebote für Herbst und Winter
Lockert die Nebensaison mit attraktiven Angeboten auf:
- Herbst-Special: "3 Nächte zum Preis von 2" im Oktober/November
- Wintercamping-Paket: Mit Sauna, Lagerfeuerholz, Glühwein-Empfang
- Romantik-Wochenende: Für Paare ohne Kinder, ruhige Atmosphäre
- Frühlingskamper-Rabatt: Wer früh kommt (März/April), bekommt Sonderkonditionen
Bewirbt diese Angebote aktiv auf eurer Website und in Social Media.
Strategie 4: Neue Zielgruppen erschließen
Die Hochsaison gehört Familien. Die Nebensaison könnt ihr für andere Gruppen gestalten:
Hundebesitzer: Campen mit Hund ist in der Nebensaison besonders beliebt – keine überfüllten Strände, mehr Freiheit. Positioniert euren Platz als "hundefreundlich" und kommuniziert das aktiv.
Outdoor-Enthusiasten: Mountainbiker, Wanderer, Kletterer – sie sind wetter- und saisonunabhängiger als Badefamilien. Kooperiert mit lokalen Outdoor-Anbietern.
Remote Worker: "Work and Travel" boomt. Bietet gutes WLAN, Arbeitstische und ruhige Atmosphäre an. Viele Freelancer und digitale Nomaden suchen genau das.
Gruppen und Vereine: Herbst-Wanderungen, Teambuilding, Vereinsausflüge – Gruppen buchen oft kurzfristig und außerhalb der Hauptzeit.
Strategie 5: Events schaffen Frequenz
Veranstaltungen bringen Gäste – auch wenn sie den Platz sonst nicht kennen:
- Herbstfest mit regionalen Produkten und Musik
- Fotografie-Workshop (Herbstlandschaft, Sterne fotografieren)
- Yoga-Retreat-Wochenende
- Jahresabschluss-Camping zwischen Weihnachten und Silvester
- Wildkräuter-Spaziergang mit lokalem Experten
Kleine Events kosten wenig, aber sie füllen Stellplätze und schaffen Erinnerungen – und Stammgäste.
Strategie 6: Partnerschaften mit der Region
Kooperiert mit anderen Anbietern in eurer Region:
- Lokale Restaurants: Pakete mit Abendessen inklusive
- Wellnesshotels: Campinggäste können deren Spa nutzen
- Skigebiete: Günstige Wintercamping-Pakete in Kombination mit Liftkarten
- Weingüter: Weinwanderung + Camping-Übernachtung
Solche Pakete können sowohl direkt als auch über Kooperationspartner vermarktet werden.
Strategie 7: Emailmarketing für Stammgäste
Eure Stammgäste sind eure besten Nebensaison-Kunden. Sie kennen euch, lieben euren Platz – und buchen vielleicht wieder, wenn ihr sie zur richtigen Zeit einladet.
- Baut eine E-Mail-Liste auf (beim Check-in um Erlaubnis fragen)
- Schickt im Herbst einen Newsletter: "Wir haben noch freie Plätze im Oktober"
- Bietet exklusiven Frühjahres-Rabatt für Stammgäste
Fazit: Die Nebensaison ist nicht das Problem – sie ist die Chance
Campingplätze, die nur auf die Hochsaison setzen, lassen Umsatz liegen. Mit den richtigen Zielgruppen, Angeboten und einer aktiven Kommunikation könnt ihr die Saison deutlich verlängern – und euren Jahresumsatz deutlich steigern.
Campingboost-Team
Das Campingboost-Team unterstützt Campingplatzbetreiber mit digitalen Strategien – von der Website über Online-Buchungssysteme bis zum Social-Media-Marketing.
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